INFORMATIONEN ÜBER BAUSTOFFE

Ich möchte Ihnen gerne die Baustoffe Holz, Beton, Ziegel und Stahl erläutern. Ebenso möchte ich die verschiedenen Dämmstoffarten, welche für Wärme- und Schalldämmung verwendet werden, kurz beschreiben.

Nahaufnahme von frisch geschnittenen Stä
Kran bei der Arbeit
IMG_1397_edited.jpg
Stahl.jpg
Dämmstoff.jpg

Hinweis zur Bildschirmanzeige:

Zur optimalen Darstellung aller Inhalte und Abbildungen benutzen Sie gegebenenfalls die Zoomfunktion (STRG + Mausrad).

Hinweis zur Mobilversion meiner Webseite:
Zur optimalen Darstellung der Informationen, Abbildungen und Tipps benutzen sie bitte die Desktopversion für PC oder Laptop.

HOLZ

Grundlegendes über Holz:

Im Holzbau werden hauptsächlich die heimischen Nadelhölzer wie Fichte, Lärche, Tanne, Kiefer verwendet. Ebenso heimische Laubhölzer wie Eiche, Buche, Esche, Ahorn.

Jede Holzart hat ein unterschiedliches Schwind- und Quellverhalten. Um nicht zu große Schwind- und Quellverformungen zu bekommen sowie um die Gefahr der Holzschädlinge einzudämmen, muss das Holz bevor es eingebaut wird getrocknet werden.

Ein wesentliches Thema, bezüglich Langlebigkeit der Holzkonstruktion, ist der Holzschutz.

Hier wird zwischen dem baulichen- und dem chemischen Holzschutz unterschieden.

Unter baulichen Holzschutz versteht man Maßnahmen, um eine Durchfeuchtung von Holzbauteilen zu vermeiden. Beispiele hierfür sind: Ausreichender Abstand im Sockelbereich (Spritzwasserschutz), Abdeckungen, die ein schnelles Ableiten des Wassers ermöglichen, Hinterlüftungen usw.).

Mit chemischen Holzschutz sollte prinzipiell sparsam umgegangen werden, da er Nebenwirkungen und Einschränkungen aufweist.

Auf dem Markt gibt es folgende Holzprodukte: Vollholz (VH), Konstruktionsvollholz (KVH), Brettschichtholz (BSH), Kreuzlagenholz / Brettsperrholz (KLH), Bau- Funiersperrholz (BFU), Funierschichtholz (FSH), Holzspannplatte (P2 bis P7), OSB- Platte (OSB/1 bis OSB/4) usw.

 

Vorteile:

  • Holz ist ein natürlicher und nachhaltiger Baustoff

  • Holz verbessert deutlich das Raumklima und somit ihr persönliches Wohlbefinden

  • Holzbauteile haben eine „warme“ angenehme Oberfläche

  • Holzbauteile haben im Vergleich zu Stahlbeton ein geringes Eigengewicht. Somit können weitgespannte Tragwerke ausgeführt werden

  • Hoher Vorfertigungsgrad (kurze Bauzeiten)

  • Unter Brandeinwirkung verliert Holz, im Gegensatz zu Stahl, seine Festigkeit nicht. Die verkohlte äußere Schicht bildet eine Art Isolator für den inneren Restquerschnitt

  • Holzbauteile sind leicht zu bearbeiten

  • Es können nahezu beliebige Querschnitte erzeugt werden (Leimholzbauweise).

 

Nachteile:

  • Höhere Kosten gegenüber der Stahlbetonbauweise

  • Im konstruktiven Holzbau (z.B. weitgespannte Hallen, Brücken usw.) werden oftmals die mechanischen Festigkeiten (Querzug und Querdruck) problematisch, wodurch Verstärkungen erforderlich werden, die wiederum Kosten erzeugen.

 

Einsatzbereiche:

  • Wohnbauten in Holzmassivbauweise (z.B. Brettsperrholz)

  • Wohnbauten in Holzrahmenbauweise (Gerippe aus Holz, dazwischen Wärmedämmung)

  • Wohnbauten in Holzhybridbauweise (die verschiedenen Materialien wie Holz, Beton und Stahl werden mit all ihren Stärken vorteilhaft zusammengefügt)

  • Gewerbliche Hallen mit Brettschichtholzträger, Fachwerkträger, Rahmenkonstruktionen

  • Landwirtschaftliche Holzbauten (z.B. Stadel, Stallungen usw.)

  • Kirchtürme

  • Reit- und andere Sporthallen

  • Holzbrücken (vor allem Fußgänger- und Radfahrbrücken).

 

Um mehr über den Baustoff Holz, die verschiedenen Holzarten und Einsatzmöglichkeiten zu erfahren, verwenden sie die anschließenden Links.

Holz ist genial            

Holzbau Austria

BETON / STAHLBETON

Grundlegendes über Beton:

Beton ist ein Baustoff der sich aus Zement, Zuschlag (Kies) und Wasser zusammensetzt. Zement ist ein hydraulisches Bindemittel, das bedeutet, Beton erhärtet auch unter Wasser. Je nach Zusammensetzung können verschiedene Druckfestigkeitsklassen sowie Anforderungen an die Dauerhaftigkeit erzielt werden.

Der Frischbeton wird in Schalungen eingebracht. Die Schalung gibt die Form an, welche das Bauteil haben soll (z.B. runde Stütze, Wand mit Fenster usw.).

Beton ansich kann sehr hohe Druckkäfte aufnehmen. Wirken aber Zugkräfte auf das Bauteil ein, wird eine Bewehrung (Stahleinlagen) notwendig. Im Zusammenwirken von Beton und Bewehrung können Zug- als auch Druckkräfte aufgenommen werden. Diese treten etwa bei  Geschoßdecken, Kelleraußenwänden, Trägern usw. auf.

Je nach dem Ort der Betoneinbringung unterscheidet man zwischen Ortbetonbauweise und  Fertigteilbauweise.

Bei der Ortbetonbauweise wird der Beton vor Ort (Baustelle) in die Schalung eingebracht. Bei der Fertigteilbauweise  wird der Bauteil im Fertigteilwerk gegossen und nach Erhärtung an seinen Bestimmungsort geliefert.

 

Vorteile:

  • Kostengünstige Beiweise

  • Beliebige Querschnitte können erzeugt werden

  • Hoher Vorfertigungsgrad, damit verbunden sind kürze Bauzeiten

  • Anforderungen an den Brandschutz werden meistens erfüllt

  • Sehr hohe Ansprüche an die Tragfähigkeit, Dichtheit sowie Oberflächenbeschaffenheit (z.B. Sichtbeton) können erfüllt werden.

  • Beton, bzw. Stahlbeton, hat bei sorgfältiger Planung und Ausführung eine lange Lebensdauer.
     

 

Nachteile:

  • Der Einsatz von Systemschalungen sowie Fertigteilen erfordert den Einsatz von Baugeräten (Kran), welche bei kleineren Bauvorhaben oftmals nicht gerne eingesetzt werden.

 

Einsatzbereiche:

  • Wohnbauten in Ortbetonbauweise bzw. mit Halbfertigteilen (Doppelwände, Elementdecken)

  • Dichtbetonbauwerke (Sprinkler, Behälter usw.)

  • Industriebau (Hallen mit Stahlbetonstützen und Stahlbetonbindern)

  • Fassaden mit Betonfertigteilen

  • Stützwandkonstruktionen bei Geländesprüngen

  • Ingenieurbau

  • Garagen, Parkdecks

  • Unterwasserbeton (Bauteile die im Grundwasser betoniert werden wie z.B. Fundamentplatten).

 

Um mehr über den Baustoff Beton, dessen Herstellung sowie die Verarbeitung zu erfahren, verwenden sie den anschließenden Link.

Beton Werte für Generationen

ZIEGEL und andere MAUERWERKSTEINE

Grundlegendes über Ziegel und andere Mauerwerkssteine:

Ziegel:

Ist ein Baustoff, der aus gebranntem Ton gewonnen wird. Die im heutigen Hausbau verwendenten Ziegel werden als porosierte Ziegel bezeichnet. Dem Rohton werden Schaumstoffkügelchen etc. beigemischt. Beim Brennen verdampfen, bzw. verbrennen diese Kügelchen und hinterlassen ein deutliches Porengefüge. Beispiel hierfür sind die Wienerberger Porotherm Ziegel.

Die Ziegel können konventionell mit einem Wärmedämmmörtel (mit Perlitzuschlag) vermauert werden. Um ein rascheres Aufmauern zu ermöglichen, bieten die Erzeuer sogenannte Planziegel in ihrer Produktpalette an. Planziegel sind an der Ober- und Unterseite geschliffen und werden mittels Dünnbettkleber oder  Zweikomponentenschaum verklebt. Der Vorteil liegt einerseits in der Verarbeitungsgeschwindigkeit, andererseits aber vor allem an den besseren Wärmedämmeigenschaften, da der Mörtel meist die Schwachstelle punkto Wärmedämmeigenschaft im Mauerwerk darstellt.

 

Viele Ziegelerzeuger bieten auch porosierte Ziegel mit Mineralwolledämmeinlagen an. Aufgrund der ausgezeichneteten Wärmedämmeigenschaften (U-Wert) erfüllen diese Wände die Anforderungen und können ohne Wärmedämmverbundfassade ausgeführt werden. (Eine Wand nur mit Verputz ohne zusätzliche Wärmedämmung).

Um mehr Informationen zu erlangen, verwenden sie die angeführten Links.

Ziegel.at       Wienerberger

Porenbetonstein (YTONG):

Besteht aus Quarzsand, Kalk bzw. Zement und Wasser.  Die Rohstoffe werden gemahlen, gemischt, in Formen gegossen und mit Treibmittel zum Auftreiben gebracht. Durch ihre poröse Struktur haben sie ebenfalls sehr gute wärmedämmende Eigenschaften (U-Wert). Hier gibt es vor allem die Plansteine oder Verbundsteine, die mittels Dünnbettmörtel verklebt werden.

Aufgrund ihrer sehr guten wärmedämmenden Eigenschaft  werden Ytong Steine oftmals auch in Kombination mit anderen Baustoffen verarbeitet.

Beispiele hierfür sind: Attikamauern die nicht thermisch von der Decke getrennt werden.

Thermofuß bei Ziegelmauerwerk (unterste Steinreihe wird mit YTONG Thermofußsteinen gemauert).

Ein großer Vorteil gegenüber Ziegel ist die leichte Bearbeitung. (Händisches Schneiden von YTONG Steinen ist möglich.)

Um mehr Informationen zu erlangen, verwenden sie den angeführten Link.

 

YTONG

Mantelbetonstein (DURISOL):

Ist ein Hohlstein, der aus Holzbeton hergestellt wird. Zur Verbesserung der wärmedämmenden Eigenschaft (U-Wert) werden vom Hersteller Steine mit EPS- Dämmeinlagen  (Styropor) angeboten.

 

Die Steine werden bis zu vier Reihen hoch, trocken im Verband, aufgesetzt und anschließend mit Beton ausbetoniert. Je nach statischen Anforderungen können auch Bewehrungseisen in den Füllbeton eingebaut werden.

Ein großer Vorteil gegenüber Stahlbetonwänden ist jener, dass Leerverrohrungen nachträglich leicht im Holzbetonmantelstein gefräst werden könnnen (Flexibilität) und, dass eine händische Verarbeitung
(ohne Kraneinsatz) möglich ist.

Der Mantelbetonstein hat ausgezeichnete Schalldämmeigenschaften (hohes Eigengewicht) und darüber hinaus noch sehr gute wärmedämmende Eigenschaften. Er ist somit eine sehr gute Alternative zur Stahlbetonbauweise, gerade im Einfamilienhausbau.

Um mehr Informationen zu erlangen, verwenden sie den angeführten Link.

LEIER - Durisol

Schalstein:

Ist ein Hohlstein, der aus Leichtbeton hergestellt wird. Die Steine werden genau wie bei den Mantelbetonsteinen verarbeitet. Ihr Einsatzgebiet liegt vor allem im Kellerbau, bei Gartenmauern, kleinen Stützwänden und Nebengebäuden.

Um mehr Informationen zu erlangen, verwenden sie den angeführten Link.

LEIER - Mauersteine

​​​

Beton Hohlblockstein: 

Ist ein Hohlstein aus Leichtbeton, der meist an einer Seite (oben oder unten) geschlossen ist. Diese Steine werden mit Mörtel vermauert. Sie werden meist im Einfamilienhausbau für

tragende- und nichttragende Kellerinnenwände, Garagenwände und sonstige Nebengebäude verwendet.

 

Vorteile Ziegel und andere Mauerwerksteine:

  • Einsatz ohne Baugeräte (z.B. Kran) möglich

  • Gut geeignet für Eigenleistungen

  • Wände ohne zusätzliche Wärmdämmungen (z.B. Wärmedämmverbundfassade) sind möglich

  • Gutes Raumklima

  • Ziegelbauweise weist natürliche Rohstoffe auf

  • Ziegel ist diffusionsoffen (vorausgesetzt der Innenputz und die Fassade sind  ebenfalls diffusionsoffen).

 

Nachteile:

  • Längere Bauzeit gegenüber Stahlbetonbauweise

  • Gefahr der Durchfeuchtung, vor allem bei porosierten Ziegeln während Arbeitsunterbrechungen

  • Ziegelbauweise ist oftmals aufgrund seiner Tragfähigkeit eingeschränkt.
    Eine Alternative bietet die Mantelbetonbauweise  (Kernbeton).

 

Einsatzbereiche:

  • Vor allem im privaten Hausbau (Einfamilienhaus, Mehrfamilienhausbau).

 

STAHL

Grundlegendes über Stahl:

Im Bauwesen hat Stahl ein breites Anwendungsgebiet. Stahl hat sehr gute Festigkeitseigenschaften, deshalb können relativ schlanke Querschnitte verbaut werden.

Stahl wird oft in Kombination mit Beton verwendet. Beim Verbundbau (Stahl und Beton) werden die großen Vorteile der beiden Baustoffe (Zugfestigkeit des Stahls und Druckfestigkeit des Betons), bestmöglichst zusammengefügt.

Im Bauwesen werden vor allem gewalzte Profile, Bleche und Stäbe eingesetzt.

- Profile sind die klassischen I-Träger, U-Profile usw. und werden im konstruktiven Stahlbau verwendet

- Bleche werden als Trapezbleche, Riffelbleche, Lochbleche usw., verwendet

- Stäbe werden als Bewehrung für Stahlbetonbauteile verwendet, wobei die Bewehrungsstäbe eine         gerippte Oberfläche und in der Regel eine höhere Zugfestigkeit als Baustähle aufweisen.

 

Vorteile:

  • Übertragung großer Zugkräfte bei schlankem Querschnitt gegenüber Holz oder Stahlbeton möglich

  • Stahlbauteile können gut miteinander verbunden werden (Schweiss- oder Schraubverbindungen)

  • Hoher Vorfertigungsgrad, damit verbunden sind kurze Bauzeiten

  • Keine Kriech- und Schwindverforumungen gegenüber Holz- oder Stahlbetonbauteile

 

Nachteile:

  • Die Anforderungen an den Brandschutz sind meist nur mit Brandschutzanstrichen oder Verkleidungen zu erfüllen  (Anstriche haben eine unschöne Optik, Verkeidungen sind oft schwierig an den Profilen zu befestigen ---> erhöhte Kosten).

  • Durch Ihr hohes Eigengewicht sind Hubwerkzeuge erforderlich (problemartisch bei Kleinbaustellen

  • Nicht überall einsetzbar (Korrosion)

 

Einsatzbereiche:

  • Dachgeschossausbau

  • Nachträgliche Wanddurchbrüche (als Überlager zum Abfangen der Wand darüber)

  • Stahlrahmen als Ersatzmaßnahme für die Herstellung von Wandöffnungen in aussteifende Wände im Altbau

  • Hallenbau (Stahlrahmen oder Fachwerkkonstruktion)

  • Kranbahnträger

  • Mechanische Verbindungsmittel im Holzbau (Bolzen, Schrauben, Knotenbleche usw.)

  • Brücken

  • Geländer

  • Stiegen (meistens zusätzliche Fluchtstiegen)

  • Sonderkonstruktonen (Masten, Türme usw.)

  • Trapezblechdeckungen

  • Verbundbau (Stahl und Beton)

  • Baugrubenverbau.

 

DÄMMSTOFFE

Grundlegendes über Dämmstoffe:

Dämmstoffe haben die Aufgabe, Wärme und oder Schall schlecht zu leiten.
Als Merksatz gilt: Je schlechter die Leitung, desto effektiver ist die Dämmung. In manchen Fällen verhindern Dämmstoffe die Ausbreitung von Feuer. (Z.B. Brandschotts aus Mineralwolle bei Durchführung von Installationsleitungen in Wänden welche unterschiedliche Brandabschnitte abgrenzen).


Es wird zwischen fasrigen- und porösen Dämmstoffen unterschieden.

Fasrige Dämmstoffe sind:

  • Mineralwolle:
    Mineralwolle wird auf dem Baumarkt in Rollenform (z.B. als Klemmfilz) oder in Plattenform
    (z.B. Fassadendämmplatten, Trittschalldämmplatten usw.) angeboten.
    Die Vorteile der Mineralwolle sind:
    - nicht brennbarer Dämmstoff (überall wo Branschutzanforderungen zu erfüllen sind ist
      Mineralwolle einsetzbar)
    - ausgezeichnete wärme- und schalldämmende Eigenschaften
    - kostengünstig im Vergleich zu anderen fasrigen Dämmstoffen
    - Mineralwolle (als Klemmfilz) presst sich sehr gut an die Holz- oder Metallunterkonstruktion an,
     daher kann die Dämmung nicht absacken.

    Die Anwendungsgebiete von Mineralwolle sind:
    - Fassadendämmplatte (z.B. für Wärmedämmverbundfassade)
    - im Holzbau als Wärme- und Schalldämmung (z.B. als Klemmfilz zwischen den Holzstehern)
    - im Fußbodenaufbau als Trittschalldämmplatten unter dem Estrich
    - als Schalldämmung bei Gipskartonvorsatzschalen (z.B. bei Wänden gegen Stiegenhäuser)
    - als Schalldämmung in Gipskartontrennwänden.

    Bei Durchfeuchtung der Mineralwolle verliert diese ihre wärmedämmmende Eigenschaft. Daher sind geeignete Maßnahmen zu treffen, damit es nicht zu einer Durchfeuchtung kommt        
    (z.B. Dampfbremsen, diffusionsoffene Bauweise mit Hinterlüftungen).

     

  • Holzwolleleichtbauplatten (Heraklith):
    Die Holzwolle wird mit Zement und Magnesit gebunden und zu Platten gepresst. Holzwolleleichtbauplatten werden häufig als Putzträger bei Stahlbetonbauteilen verwendet.

     

  • Zellulosefasern:
    Zellulosefasern werden aus Zeitungspapier hergestellt. Zum Schutz gegen Ungeziefer wird das Rohmaterial mit Borsalz vermengt. Die Zellulosefasern werden häufig als Wärmedämmmaterial in Hohlräume eingeblasen.

     

  • Schafschurwolle:
    Die Schafwollfasern werden mit Seife gewaschen, mit Borsalz vermischt und miteinander verfilzt. Schafwolle ist extrem hygroskopisch. Sie kann einen großen Anteil an Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben. Im Handel ist Schafschurwolle vor allem als Dämmfilz erhältlich und wird für Wärme- und Schalldämmungen verwendet. Nachteil ist der höhere Preis gegenüber dem Mineralwolledämmstoff.

     

Poröse  Dämmstoffe sind:

  • EPS (Expandierter Polystyrol Hartschaum), Styropor genannt:
    Der Rohstoff ist Erdöl. Das Ausgangsprodukt (Granulat) wird aufgeschäumt und in Platten zugeschnitten. Durch das Aufschäumen entstehen kleine Kügelchen die mit Luft gefüllt sind. Durch die poröse Struktur sind sie ein schlechter Wärmeleiter und haben somit sehr gute wärmedämmende Eigenschaften.

    EPS wird vorwiegend bei Wärmedämmverbundfassaden als EPS-F Platten eingesetzt. Speziell für den Altbau gibt es am Markt diffusionsoffene EPS-F Platten. EPS Platten können aufgrund ihrer Eigenschaften (Brandschutz) nicht überall verbaut werden. In diesen Fällen sind Fassadendämmplatten aus Mineralwolle zu verwenden.

    Ein weiteres Anwendungsgebiet der EPS Platten ist die Trittschalldämmung im Fußbodenaufbau unterhalb des Estriches. Ebenso wird EPS im Fußbodenaufbau als wärmedämmende Ausgleichsschüttung (EPS-Beton) verwendet. Dabei werden die einzelnen Sryroporkügelchen mit Zement und Wasser vermischt und als Ausgleichsschichte auf dem Rohbeton aufgebracht. Der große Vorteil dieser Schüttung ist, dass sie gebunden (belastbar) ist und ein sehr geringes Eigengewicht aufweist.

     

  • XPS (Extrudierter Polystyrol Hartschaum):
    Der teigartige Rohstoff wird durch eine Presse (der Extruder) in die Formen gepresst. Die XPS Platten sind in den Farben Rosa, Türkis, Blau und Grün erhältlich. Die Platten haben eine geschlossenporige Oberfläche. Sie sind unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, verrotten nicht, halten hohe Druckbelastungen stand und weisen eine sehr gute wärmedämmende Eigenschaft auf.
    Die XPS Platten werden daher zur Wärmedämmung im Erdreich (z.B. unterhalb der Fundamentplatte, an der Kelleraußenwand usw.) verwendet. Je nach statischer Beanspruchung sind die Platten in unterschiedlichen Druckfestigkeitsklassen erhältlich.

     

  • Kork:
    Der Naturkork wird durch Wasserdampf aufgebläht, mit Kunstharz vermischt, zu Blöcken gepresst und schließlich zu Platten zugeschnitten. Korkplatten werden für Wärmedämmverbundfassaden verwendet. Sie können ebenso für Schalldämmungen verbaut werden. Allerdings sind sie teurer als die EPS-F Fassadendämmplatten.


Um mehr Informationen über Dämmstoffe zu erlangen, verwenden sie die angeführten Links.

Austrotherm - Dämmstoffe             

Isover - Dämmstoffe               

Knauf Insulation

 

zum Seitenanfang